Wein

Wein ist nicht gleich Wein, Party ist nicht gleich Party. Hier sind die wichtigsten Regeln für Ihre Party-Wein-Auswahl:

  • Gehobener Anlass: trockene Weine
  • Lässiger Anlass: spritzige Weine
  • Konservatives Publikum: klassische Sorten, z.B. Grauburgunder oder Chianti
  • Modernes Publikum: junge Winzerweine, experimentelle Cuvées
  • Roséwein für Sommerpartys unter freiem Himmel
  • Partywein sollte leicht sein, d.h. wenig Tannin, nicht zu viel Würze
  • Wein-Temperatur für Weißwein 10 - 12 C°
  • Wein-Temperatur für Rotwein 14 - 16 C°
  • Nicht zu viele Alternativen anbieten: ein Roter und Weißer reichen aus
  • Gläser mit Weinfüllung vorbereiten, wenn ein großer Ansturm von Gästen zu erwarten ist. Ansonsten wird der Wein frisch eingegossen.


Der feine Unterschied: Das Terroir

So verschieden die weltweiten Anbauregionen, so verschieden sind auch die Weine. Mehrere Faktoren verleihen einem Wein seinen ganz eigenen Charakter. Entdecken Sie die feinen Unterschiede ausgewählter Weine aus dem Sortiment der Weinhandel Sieroux.

Franzosen fassen sie unter dem Begriff Terroir zusammen: die 5 großen Faktoren, die über den Charakter eines Weines bestimmen.
Der erste Faktor betrifft quasi die Wurzel der Weinentstehung: Je nach Beschaffenheit des Bodens nehmen Reben den "Geschmack" des Bodens über die Wurzeln auf und spiegeln diesen in ihrer Frucht. So verleiht die Mischung aus Tuff- und Sandstein dem roten Santa Cristina Rosso aus der Toskana eine für diesen Boden typische weiche Textur mit lebendigem Säurespiel und einem vollen Finale.
Das grundsätzliche Klima einer Region bestimmt über geeignete Anbausorten, das tatsächliche Wetter über die Qualität einzelner Jahrgänge.
Ein für kühles Klima typischer Wein kommt aus Baden in Deutschland: Der weiße Burgunder Fritz Waßmer hat eine milde Säure und exotische Fruchtaromen. Heißes Klima mit über 3.000 Sonnenstunden im Jahr und Spitzentemperaturen von über 40°C sorgen für satte, reife Fruchtaromen und eine kräftige und volle Textur. Typische Weine kommen aus Zentralspanien, Australien, Südafrika und Kalifornien.
Besonders wichtig bei der Entwicklung der Frucht ist die Sonne: Je weiter eine Rebe vom Äquator entfernt wächst, desto weniger intensiv ist die Sonneneinstrahlung - die Sonnenscheindauer ist jedoch gerade im Hochsommer deutlich länger, als bei Reben, die dicht am Äquator gepflanzt sind. So entstehen spannende geschmackliche Unterschiede einer Rebsorte, die an unterschiedlichen Orten angepflanzt wird.
Auch das Vorhandensein von Wasser ist beim Weinanbau maßgeblich - zum Einen die Niederschlagsmenge und -häufigkeit, zum Anderen der Verlauf von Flüssen.
Nach der Weinlese finalisiert die Lagerung in einem Holzfass den Geschmack eines Weines. Dabei ist die Toastung, das Ausbrennen über offenem Feuer, eines Fasses entscheidend.
Dem Faustino I Gran Reserva aus Rioja, Spanien wird durch die Lagerung im Holzfass zum Beispiel eine fein rauchige Note nach Gewürzen und Vanille verliehen. Andere Aromen sind Honig, Kaffee, frischer Tabak und Zedernholz.

Das Weinetikett

Das Etikett eines Weines ist Visitenkarte und Informationsquelle zugleich. Anhand eines Beispieletiketts erfahren Sie, wo Sie welche Informationen auf dem Weinetikett finden. Einige Angaben sind für alle Weinhersteller Pflicht, andere Angaben sind freiwillig.

1. Erzeuger / 7. Abfüller: Name und Ort des Winzers bzw. des Weinguts. Bei Tafel- oder Landwein ist die Angabe eines Qualitätsweinanbaugebietes oder -bereichs europaweit nicht zulässig. Meist wird der Ortsname dann durch eine Postleitzahl ersetzt.

2. Weinort und Lage (freiwillige Angabe): Beschreibt die genaue Herkunft des Weins, oft nur ein wenige Hektar großes Anbaugebiet bzw. ein einzelner Weinberg.

3. Anbaugebiet: Angabe des regionalen Großraums, in dem der Wein angebaut und gekeltert wurde.

4. Rebsorte (freiwillige Angabe): Angabe der Rebsorte, aus der der Wein zu mindestens 85 % gekeltert wurde. Werden zwei Rebsorten angegeben, muss der Wein zu 100 % aus diesen bestehen. Zusätzlich wird oft noch eine Geschmacksrichtung (süß, lieblich, halbtrocken, trocken) angegeben.

5. Amtliche Prüfnummer: Wird dem Wein nach einer amtlichen Qualitätsprüfung zugeschrieben. Für deutsche Qualitätsweine zwingend erforderlich.

6. Qualitätsstufe: Vier Qualitätsstufen gibt es in Deutschland. Nach aufsteigender Qualität: Tafelwein, Landwein, Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete (Q.b.A.) und Qualitätswein mit Prädikat bzw. Prädikatswein.

8. Inhalt/Alkoholgehalt: 75 cl Inhalt sind handelsüblich. Die Angabe zum Alkoholgehalt erfolgt meist in Volumenprozent ( 1 Volumenprozent = 1 ml Alkohol / 100 ml Wein).

Jahrgang (freiwillig, nicht abgebildet): Bei einfachen Tafelweinen darf kein Jahrgang angegeben werden. Steht auf einem Qualitätswein ein Jahrgang, muss der Wein zu mindestens 85 % aus diesem Jahrgang stammen.

Weitere Merkmale

Q.b.A.: Der Wein muss zu 100 % aus den zugelassenen Rebsorten des angegebenen Anbaugebiets hergestellt sein - Verschnittweine aus mehreren Rebsorten sind erlaubt. Die deutsche Auszeichnung ist vergleichbar mit dem italienischen D.O.C., dem französischen A.O.C. und dem spanischen D.O.

Prädikatswein: Der Wein darf nur aus einer Sorte bestehen. Die Auszeichnung ist vergleichbar mit dem D.O.C.G., A.O.C. und D.O.C.