Rebenkunde/Cuvée

Jede Rebsorte hat ihren ganz besonderen geschmacklichen Charakter. Besonders bekannt sind die alten Rebsorten wie Riesling, Cabernet Sauvignon oder Pinot Noir (Blau- oder Spätburgunder), die zum Teil weltweit angebaut werden. Weitere Rebsortenklassiker sind beispielsweise Weißburgunder oder auch Chardonnay. Die neueren Rebsorten sind zumeist Kreuzungen oder Züchtungen aus alten Rebsorten, wie z. B. Müller-Thurgau, Dornfelder und Kerner. Diese Züchtungen hatten das Ziel, die Widerstandsfähigkeit der Reben gegenüber Schädlingen, die Anpassung an das jeweilige Klima oder die Ertragsmenge zu verbessern. Einige Länder, besonders Kalifornien, Südafrika oder auch Österreich, haben zudem ganz eigenständige Rebsorten gezüchtet (z. B. Ruby Cabernet, Pinotage, Blauer Zweigelt), die bis heute den besonderen Charakter des Weins aus diesen Ländern prägen.

Die professionelle Mischung und Zusammenstellung von Weinen bestimmter Rebsorten zu einem neuen Wein nennt man Cuvée. Ziel einer Cuvée ist es, den Geschmack und die Qualität des Weins durch die gezielte Kombination zu veredeln oder auch eine konstante Qualität über mehrere Jahrgänge zu erhalten. Die einzelnen Rebsortenweine harmonieren in einer guten Cuvée geschmacklich perfekt miteinander und erzeugen so die besondere Güte des Weins. Die bekanntesten Cuvées sind die französischen Weine des Bordeaux oder auch der Châteauneuf-du-Pape aus Südfrankreich, in dem bis zu 13 verschiedene Rebensorten miteinander harmonieren können.